07.01.2009 

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In der Krise liegt die Chance.

Die Welt steht inmitten von gravierenden Veränderungen: Finanzkrise, Ressourcenknappheit und und ein durch CO2-Ausstoß bedingter Klimawandel – und plötzlich ist ein Thema in aller Munde: NACHHALTIGKEIT.

Die FAZ vom 05. Dezember 2008 widmete diesem, gerade für unsere Branche so wichtigen Thema, eine 6-seitige Beilage – mit hochkarätigen Beiträgen von Top-Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Der SN-Verlag bringt einen über 300 Seiten starken Nachhaltigkeitsbericht für die Raumausstattungsbranche auf den Markt.

Auf der BAU 09 in München, der internationalen Leitmesse der Bauwirtschaft, wird Bundesbauminister Tiefensee und DGNB-Präsident Prof. Dr. Ing. Werner Sobek, medienwirksam das neu geschaffene „Deutsche Gütesiegel für Nachhaltiges Bauen“ erstmals verleihen.  Eine gemeinsame Entwicklung von Architekten, Ingenieuren, Projektentwicklern, Verbänden, Investoren und Industriepartnern.

Das DGNB-Gütesiegel steht für besonders energie- und ressourcensparende, gesunde, behagliche und funktionale Gebäude. Im ersten Schritt für Büro- und Verwaltungsgebäude. Folgen werden Systemvarianten für Gebäude von Industrie und Handel sowie Wohngebäude – sowohl für den Bestand, als auch für den Neubau. Davon betroffen sind hiervon auch alle Bau-Ausstattungsprodukte – also auch Bodenbeläge!

In der Krise liegt die Chance: Hier kommt ein grundlegender Wandel auf die Bau- und Immobilienwirtschaft zu. Öffentliche und private Ausschreibungen werden sich ändern – anhand von Checklisten und Bewertungstabellen werden alle Lebenszyklen eines Gebäudes von der Planung über die Ausführung, Nutzung bis zum Rückbau oder Umnutzung bewertet werden können. Dann dürfte nicht mehr nur der billigste Anbieter zum Zuge kommen. Qualitätsprodukte „Made in Germany“ und mit guter Öko-Bilanz und Produkte mit niedrigen Lebenszyklus-Kosten bekommen einen höheren Stellenwert.

Ökologische Prüfsiegel, wie z. B. der BLAUE ENGEL und nationale und internationale Nachhaltigkeitszertifikate sind gerade zu Zeiten der Finanzkrise von Investoren und Betreiber von Gebäuden weltweit gefragt, bringen sie doch nachweislich beachtliche wirtschaftliche Vorteile bei Vermietung und Verkauf.
Internationale Studien belegen diese Vorteile: die Unterhaltskosten nachhaltiger Gebäude sind gemessen an der gesamten Nutzungsdauer niedriger als bei konventionellen und ihr Werterhalt ist mittel- wie langfristig höher, Leerstände sind kürzer.